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Tarockieren lernen – Königrufen Schritt für Schritt

Königrufen von Grund auf lernen: die Karten, die Reihenfolgen, die Zwänge und das Zählen — verständlich erklärt und gleich ausprobiert, kostenlos im Browser mit Tutorial und KI-Gegnern.

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Tarock in 5 Minuten verstanden

Königrufen — die in Österreich verbreitetste Form des Tarock — spielen 4 Spieler mit 54 Karten. Jeder bekommt 12 Karten, 6 liegen als Talon verdeckt in der Mitte. Gespielt wird gegen den Uhrzeigersinn; die Vorhand sitzt rechts vom Geber.

Einer wird in der Lizitation zum Spielmacher. Im Grundspiel, dem Rufer, ruft er einen König — wer diesen König hält, ist sein heimlicher Partner. Erst im Lauf der Runde zeigt sich, wer mit wem spielt: genau das macht den Reiz des Spiels aus.

Dann werden zwölf Stiche gespielt. Am Ende zählt die Spielmacher-Partei ihre Stiche: Mit mindestens 36 von 70 Punkten hat sie gewonnen.

Die Karten kennenlernen

Das Tarockblatt besteht aus zwei Welten:

Merke — die rote Falle: Bei den roten Farben (Herz, Karo) ist die Reihung der Zahlkarten umgekehrt: das As (1) schlägt die 2, diese die 3, diese die 4. Bei den schwarzen Farben (Pik, Treff) gilt die gewohnte Ordnung: 10 schlägt 9, 9 schlägt 8, 8 schlägt 7.

Die drei wertvollsten Tarock — Sküs, Mond (XXI) und Pagat (I) — heißen zusammen die Trull. Sie zählen je 5 Punkte und spielen bei vielen Prämien die Hauptrolle.

Stiche und die Zwänge

Wie in jedem Stichspiel spielt einer eine Karte aus, die anderen geben reihum dazu — die höchste Karte gewinnt den Stich. Tarock stechen dabei jede Farbe. Was du zugeben darfst, regeln die Zwänge:

Laschieren ist kein Regelverstoß, sondern gutes Spiel: Wer klug klein zugibt, hebt seine hohen Tarock für den richtigen Moment auf.

Zählen und gewinnen

Jede Karte hat einen Zählwert:

Karte Wert
König5
Dame4
Reiter (Cavall)3
Bube2
Sküs, Mond (XXI), Pagat (I) — die Trullje 5
Alle übrigen Karten („Blätter“)1

Gezählt wird traditionell in Dreierlagen: Du nimmst je drei Karten zusammen, addierst ihre Werte und ziehst 2 Punkte pro voller Lage ab (bei einer angebrochenen Lage aus 1–2 Karten 1 Punkt). Drei Blätter sind also 1+1+1−2 = 1 Punkt, ein König mit zwei Blättern 5+1+1−2 = 5 Punkte.

So kommen im ganzen Spiel 70 Punkte zusammen — und die Spielmacher-Partei braucht davon mindestens 36, um zu gewinnen.

Dein Lernpfad in der App

Das Tutorial „Spiel lernen“ auf tarockieren.app führt dich in drei Stufen vom ersten Blick auf die Karten bis zur regelfesten Partie — jede Lektion kurz, mit Quizfragen und Übungen:

  1. Grundlagen — das Kartendeck, Kartenwerte und Zählung, Spielablauf und Positionen, die Stichregeln und Zwänge, Talon und Drücken, das Königrufen sowie Ansagen, Prämien und das Kontra-System.
  2. Spielarten — vom Rufer über Bettler, Piccolo und Dreier bis zu Solorufer, Solodreier und den Ouvert-Spielen: Was ist das Ziel, wann lohnt sich welches Spiel?
  3. Regelwerks-Besonderheiten — die Feinheiten deiner gewählten Regelvariante, etwa Kaiserstich, Trischaken-Regeln oder die Pagat-zuletzt-Regel.

Dazu spielst du jederzeit Übungspartien gegen KI-Gegner in drei Stärken — vom geduldigen Einsteiger-Bot bis zum Profi.

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Die 5 häufigsten Anfängerfehler

  1. Im Uhrzeigersinn spielen. Tarock läuft gegen den Uhrzeigersinn — gegeben, lizitiert und gespielt wird immer rechts herum, die Vorhand sitzt rechts vom Geber.
  2. Die rote Farbreihenfolge falsch merken. Bei Herz und Karo ist das As (1) die höchste Zahlkarte und die 4 die niedrigste — wer hier „normal“ denkt, verliert Stiche, die schon sicher schienen.
  3. Den Sküs für eine Sonderkarte halten. Anders als die „Excuse“ im französischen Tarot ist der Sküs im Königrufen einfach der höchste Trumpf: Er sticht ganz normal und wird nie gestochen.
  4. Überall Stichzwang vermuten. Stichzwang gilt nur in Negativspielen. In den Positivspielen darfst du laschieren — und solltest es oft auch.
  5. Punkte einzeln statt in Dreierlagen zählen. Wer jede Karte einzeln addiert, kommt auf falsche Summen: Erst der Abzug von 2 Punkten pro voller Dreierlage ergibt die 70 Punkte des Spiels.

Mit welchem Spiel anfangen?

Starte mit dem Rufer, dem Grundspiel: Du hast einen (anfangs unbekannten) Partner an deiner Seite, darfst eine Talonhälfte aufnehmen und lernst dabei alles, was Königrufen ausmacht — das Rufen, das Verlegen, das Zusammenspiel. Genau deshalb beginnt auch das Tutorial dort.

Später locken die Negativspiele wie Bettler und Piccolo, bei denen du absichtlich keinen bzw. genau einen Stich machen willst — eine ganz eigene Denkschule. Und irgendwann die Solospiele ohne Talon, allein gegen drei.

Einen Überblick über alle Spielarten und die fünf regionalen Regelvarianten findest du auf der Seite Königrufen im Detail — Geschichte, Regeln & Varianten.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, Tarockieren zu lernen?

Die Grundregeln — Karten, Reihenfolgen, Zwänge, Zählweise — lernst du in ein bis zwei Stunden. Nach einem Nachmittag mit dem Tutorial und ein paar Partien gegen die KI spielst du deine ersten Rufer sicher; die Feinheiten der höheren Spielarten kommen mit der Erfahrung.

Kann ich Tarock alleine lernen?

Ja. Auf tarockieren.app spielst du gegen KI-Gegner in drei Stärken — vom geduldigen Einsteiger-Bot bis zum Profi. So übst du in deinem Tempo, ohne dass drei Mitspieler am Tisch warten müssen.

Ist Tarockieren dasselbe wie Königrufen?

Tarockieren ist der Überbegriff für das Spielen von Tarock. Königrufen ist die in Österreich mit Abstand verbreitetste Tarock-Form für 4 Spieler — wer in Österreich „tarockieren lernen“ will, lernt fast immer Königrufen.

Brauche ich Vorkenntnisse?

Nein. Das Tutorial beginnt bei den Karten und erklärt alles Schritt für Schritt. Wer schon andere Stichspiele wie Schnapsen kennt, hat es etwas leichter — nötig ist es nicht.

Was kostet das?

Nichts. tarockieren.app ist kostenlos und läuft ohne Download direkt im Browser — du brauchst nur ein kostenloses Konto.