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Begriff unklar? Alle Fachwörter kurz erklärt im Tarock-Glossar.
Königrufen wird mit 54 Karten gespielt: 22 Tarock (I–XXII) und 32 Farbkarten (Herz, Karo, Pik, Kreuz je 8 Karten). 4 Spieler erhalten je 12 Karten, 6 Karten bilden den Talon. Gespielt wird gegen den Uhrzeigersinn; die Vorhand sitzt rechts vom Geber.
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Gezählt wird in Dreierlagen: die Kartenwerte einer Lage zusammenzählen und 2 abziehen (bei einer unvollständigen Lage nur 1). Im Spiel sind 70 Punkte; zum Gewinn braucht die Ansager-Partei 36.
| Karte | Punkte |
|---|---|
| Trullstücke (Pagat I, Mond XXI, Sküs XXII) | 5 |
| König | 5 |
| Dame | 4 |
| Cavall | 3 |
| Bube | 2 |
| Alle übrigen Karten (Blatt) | 1 |
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Farbzwang: Wer die angespielte Farbe hat, muss sie bedienen.
Tarockzwang: Wer die Farbe nicht bedienen kann, muss Tarock zugeben.
Tarock ist Trumpf und schlägt alle Farbkarten — der Sküs (XXII) ist der höchste Trumpf und sticht ganz normal.
Stichzwang (die höchste liegende Karte überstechen) gilt nur in Negativspielen.
In Farbenspielen stechen Tarock nicht — dort ist die gewählte Farbe keine Trumpffarbe.
Pagat zuletzt: In Negativspielen darf der Pagat (I) erst als letztes Tarock gespielt werden.
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Die Vorhand beginnt. Die Spieler bieten reihum Spielarten an — wer das höchste Spiel hält, ist Spielmacher.
| Spielart | Steirisch | Kärntner | Wiener | Oberösterreichisch | Tiroler |
|---|---|---|---|---|---|
| Rufer | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Trischaken | 2 | 2 | 2 | 1 | 2 |
| Piccolo | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Zwiccolo | 2 | 2 | 2 | – | – |
| Solorufer | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Pagatrufer | 3 | 3 | 3 | – | 3Besserrufer I |
| Bettler | 4 | 4 | 4 | 2Bettel | 4 |
| Sechserdreier | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Uhurufer | 5 | 5 | 5 | – | 5Besserrufer II |
| Farbendreier | 5 | 5 | 5 | 3 | 5 |
| Dreier | 5 | 5 | 5 | 4 | 5 |
| Piccolo Ouvert | 6 | 6 | 6 | 6 | 8 |
| Zwiccolo Ouvert | 6 | 6 | 6 | – | 8 |
| Kakadurufer | 7 | 7 | 7 | – | 7Besserrufer III |
| Bettler Ouvert | 8 | 8 | 8 | 7Bettel Ouvert | 8Bettel Ouvert |
| Quapilrufer | 9 | 9 | 9 | – | 9Besserrufer IIII |
| Farbensolo | 10 | 10 | 10 | 6 | 10 |
| Solodreier | 10 | 10 | 10 | 8 | 10 |
| Besserrufer | – | – | – | 1 | – |
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Prämien zählen zusätzlich zum Spielwert. Angesagt bringen sie den vollen, still (nicht angesagt) den halben Wert — unten steht „still / angesagt". In Solospielen zählen alle Prämien doppelt.
| Prämie | Steirisch | Kärntner | Wiener | Oberösterreichisch | Tiroler |
|---|---|---|---|---|---|
| Trull — alle 3 Trullstücke gewonnen | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 |
| 4 Könige — alle 4 Könige gewonnen | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 |
| König Ultimo — gerufener König im letzten Stich | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 |
| Pagat (I) im letzten Stich | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 | 1 / 2 |
| Uhu (II) im vorletzten Stich | 2 / 4 | 2 / 4 | 2 / 4 | 2 / 4 | 2 / 4 |
| Kakadu (III) im drittletzten Stich | 3 / 6 | 3 / 6 | 3 / 6 | 3 / 6 | 3 / 6 |
| Quapil (IIII) im viertletzten Stich | 4 / 8 | 4 / 8 | 4 / 8 | 4 / 8 | 4 / 8 |
| 1. Sack — mindestens 46 Punkte (36 + 10) | – | – | – | – | – / 2 |
| 2. Sack — mindestens 56 Punkte (36 + 20) | – | – | – | – | – / 2 |
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| Stufe | Steirisch | Kärntner | Wiener | Oberösterreichisch | Tiroler |
|---|---|---|---|---|---|
| ×2 | Kontra | Kontra | Kontra | Schuss | Kontra |
| ×4 | Rekontra | Rekontra | Rekontra | Recontra | Rekontra |
| ×8 | Subkontra | Subkontra | Subkontra | Subcontra | Subkontra |
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Alle fünf Regelwerke teilen den Großteil der Regeln. Hier stehen sie nebeneinander — erst als Kurzsteckbrief, dann Aspekt für Aspekt. In der App wählst du die Variante unter Einstellungen → Regelvariante.
Steirischer Tarockcup — das klassische Königrufen mit der vollen Spielauswahl; Standardkatalog mit Vogelrufer und Kaiserstich.
Kärntner Tarockcup — im Kern das klassische Königrufen mit Kärntner Eigenheiten; Vogelrufer, Kaiserstich und Zuwaage beim Trischaken.
Wiener Tarockcup — das klassische Königrufen, wie es in Wien und im Osten gespielt wird; Vogelrufer, Kaiserstich und Zuwaage beim Trischaken.
Hausruckviertler Tarockcup — die schlankste Variante und Grundlage des Tutorials, ideal für Einsteiger; eigener Spielekatalog mit Besserrufer, ohne Kaiserstich.
Tiroler Tarockcup — eigenständige Tiroler Spielweise mit zusätzlichen Ansage-Möglichkeiten; Besserrufer I–IIII, Sack-Ansagen und Vorhandwahl beim Trischaken.
| Aspekt | Steirisch | Kärntner | Wiener | Oberösterreichisch | Tiroler |
|---|---|---|---|---|---|
| Spielarten im Katalog | 18 Spielarten | 18 Spielarten | 18 Spielarten | 13 Spielarten | 17 Spielarten |
| Vogelrufer | Pagatrufer, Uhurufer, Kakadurufer, Quapilrufer | Pagatrufer, Uhurufer, Kakadurufer, Quapilrufer | Pagatrufer, Uhurufer, Kakadurufer, Quapilrufer | Gibt es nicht | Besserrufer I, Besserrufer II, Besserrufer III, Besserrufer IIII |
| Kaiserstich | Ja — der Pagat sticht | Ja — der Pagat sticht | Ja — der Pagat sticht | Gibt es nicht | Gibt es nicht |
| Valat-Wert | 10 Punkte still, 20 angesagt | 10 Punkte still, 20 angesagt | 10 Punkte still, 20 angesagt | 4× Spielwert still, 8× angesagt | 10 Punkte still, 20 angesagt |
| Prämien beim Valat | Vögel und König Ultimo zählen auch still, stille Trull und stille 4 Könige nicht | Vögel und König Ultimo zählen auch still, stille Trull und stille 4 Könige nicht | Stille Trull und stille 4 Könige sind inkludiert, alle anderen Prämien zählen | Nur angesagte Prämien zählen | Nur Verlaufsprämien (Vögel, König Ultimo) — Trull, 4 Könige und Säcke nie |
| Säcke | Gibt es nicht | Gibt es nicht | Gibt es nicht | Gibt es nicht | 1. Sack ab 46, 2. Sack ab 56 Punkten (je 2, nur angesagt) |
| Kontra-Stufen | Kontra / Rekontra / Subkontra | Kontra / Rekontra / Subkontra | Kontra / Rekontra / Subkontra | Schuss / Recontra / Subcontra | Kontra / Rekontra / Subkontra |
| Trischaken: Talon | Zuwaage — je 1 Karte offen zu den ersten 6 Stichen | Zuwaage — je 1 Karte offen zu den ersten 6 Stichen | Zuwaage — je 1 Karte offen zu den ersten 6 Stichen | Der letzte Stich erhält den Talon | Die Vorhand wählt: Zuwaage oder zum letzten Stich |
| Trischaken: Stichzwang | Stichzwang und Tarockzwang | Stichzwang und Tarockzwang | Stichzwang und Tarockzwang | Stichzwang, aber kein Tarockzwang | Die Vorhand wählt: mit oder ohne Stichzwang |
| Verlorener Sechserdreier | Zählt einfach | Zählt doppelt | Zählt doppelt | Zählt einfach | Zählt einfach |
| Dame rufen mit 4 Königen | Erlaubt — die Dame wird gerufen | Erlaubt — die Dame wird gerufen | Erlaubt — die Dame wird gerufen | Nicht möglich | Nicht möglich |
| Zwiccolo | Verdeckt und ouvert spielbar | Verdeckt und ouvert spielbar | Verdeckt und ouvert spielbar | Gibt es nicht | Nur ouvert spielbar |
| Farbenspiele | Mindestens 6 Karten der Farbe nötig | Mindestens 6 Karten der Farbe nötig | Mindestens 6 Karten der Farbe nötig | Ohne Mindestlänge in der Farbe | Ohne Mindestlänge in der Farbe |
Begriff unklar? Alle Fachwörter kurz erklärt im Tarock-Glossar.
Gespielt wird zu viert mit 54 Karten: 22 Tarock und 32 Farbkarten. Jeder bekommt 12 Karten, 6 bilden den Talon. Gespielt wird gegen den Uhrzeigersinn, die Vorhand sitzt rechts vom Geber. Zuerst wird lizitiert — wer das höchste Spiel hält, ist Spielmacher; dann werden 12 Stiche gespielt, dann gezählt.
Nicht Karte für Karte, sondern in Dreierlagen: die Werte von je drei Karten zusammenzählen und 2 abziehen (bei einer angebrochenen Lage nur 1). Drei Blätter sind also 1+1+1−2 = 1 Punkt, ein König mit zwei Blättern 5+1+1−2 = 5, König, Dame und Reiter zusammen 5+4+3−2 = 10. Im ganzen Spiel stecken 70 Punkte; in den Positivspielen braucht die Partei des Spielmachers davon 36.
Meistens nicht. Bedienen musst du immer: Wer die angespielte Farbe hat, muss sie legen, wer sie nicht hat, muss ein Tarock zugeben. Überstechen musst du dagegen nur in den Negativspielen. In allen Positivspielen entscheidest du frei, ob du stichst oder klein zugibst — das heißt laschieren. Der Sküs ist der höchste Trumpf und sticht ganz normal; in den Farbenspielen stechen Tarock gar nicht.
Solo heißt: ohne Talon. Bei den Solospielen — Solorufer, Solodreier, Farbensolo — bleibt der Talon liegen und zählt am Ende zu den Gegnern. Beim Rufer dagegen nimmt der Spielmacher eine Talonhälfte auf und verlegt dafür drei Karten. „Solo“ sagt also etwas über den Talon, nicht über die Zahl der Mitspieler: Ein Solorufer hat sehr wohl einen Partner, nämlich den Besitzer des gerufenen Königs. In Solospielen zählen alle Prämien doppelt.
Angesagt bringt eine Prämie den vollen Wert, still — also ohne Ansage vorher — den halben. Angesagt wird vor dem Spiel; still zählt sie auch dann, wenn niemand sie angekündigt hat. In Solospielen zählen alle Prämien doppelt. Welche Prämien deine Regelvariante kennt und was sie wert sind, steht in der Tabelle: Jede Zelle nennt beide Werte als „still / angesagt“.
Nur die Gegenpartei. Sie verdoppelt damit den Einsatz; das Team des Spielmachers kann die nächste Stufe dagegensetzen, die Gegner noch eine dritte — die drei Stufen zählen ×2, ×4 und ×8. Kontriert werden können das Spiel selbst und jede angesagte Prämie einzeln. Beim Trischaken gibt es kein Kontra. Wie die drei Stufen heißen, ist regional verschieden.
Am besten die, die deine Runde spielt — die fünf Regelwerke Steirisch, Kärntner, Wiener, Oberösterreichisch und Tiroler teilen den Großteil der Regeln und unterscheiden sich vor allem in den Spielarten-Katalogen und einzelnen Prämien. In der App stellst du sie in den Einstellungen um, ohne etwas neu lernen zu müssen.
Das Regelwerk erklärt, was gilt. Was die Wörter bedeuten, mit denen es das tut — Sküs, Talon, laschieren, Zuwaage —, steht im Glossar: 89 Begriffe von A bis Z, jeder einzeln verlinkbar.